Das Cimont-Epitaph und der Kreuzweg von Heinrich Gerhard Bücker

 

Am vierten Pfeiler des nördlichen Seitenschiffs begegnet uns das Sandsteinepitaph des bis zum Ende der Stiftszeit bedeutendsten Stiftsamtmannes Johann Cimont (+ 1678) und mehrerer Familienmitglieder. Unter einem reich verzierten bronzenen Familienwappen entfaltet sich eine ehrende lateinische Inschrift als Totengedenken. Aus ihr gehen als Anlass zur Erstellung der Gedenktafel bedrückende Schicksalsschläge hervor, denn in nur fünf Jahren zwischen 1677 und 1681 starben der Amtmann, seine Frau, eine Tochter und zwei Söhne.

Bei der umfassenden Restaurierung der Stiftskirche St. Bonifatius von 1955 – 62, die unter dem Primat der „Rückgewinnung des mittelalterlichen Raumes“ stand, wurde die zu ergänzende moderne Ausstattung dem Künstler Heinrich Gerhard Bücker (1922 – 2008) anvertraut. Zu seinen Werken in der Kirche gehören die  bronzenen Kreuzwegtafeln im nördlichen Seitenschiff. Die Halbreliefs in klarer, filigraner Strichführung zeigen eine auffällige Reduktion des Passionsgeschehens auf wenige Figuren und Zeichen. Beispielhaft dafür sind das Bild der Kreuzabnahme mit der annehmenden und mitleidenden Geste des Joseph von Arimathäa, aber  ohne die Gottesmutter, sowie die vom Künstler aus der Perspektive der inneren Grabkammer erfasste Grablegung Christi mit der schon geöffneten Tür, die in eine neue Wirklichkeit hineinführen wird.

The Cimont-Epitaph and the Way of the Cross from Heinrich Gerhard Bücker

On the fourth pillar of the northern aisle is the sandstone epitaph to one of the administrators of the convent, Johann Cimont (+ 1678) and members of his family. Under the bronze coat of arms is a Latin inscription in remembrance of the dead: within five years between 1677 and 1681 the administrator, his wife, a daughter and two sons died.

During the restoration of the church1955 – 1962 the artist Heinrich Gerhard Bücker (1922 – 2008) was commissioned to create complementary additions to the interior. His bronze reliefs of the Way of the Cross in the north aisle are characterised by a reduction of the figures in the story of the Passion, which are depicted in clear and delicate lines. An example is the picture of the removal of Christ from the Cross, with the compassionate gesture of Joseph of Arimathea, but there is no representation of the Mother of Christ in this scene; similarly the depiction of the burial chamber of Christ, with an open door, indicating the way to a new truth.

  Stiftshof 2, 48231 Warendorf

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