Der gotische Tabernakelturm mit der Reliquie des Heiligen Kreuzes

 

Zu den gotischen Ausstattungsstücken der Kirche gehören drei Tabernakeltürme aus der Zeit um 1500. Deren wertvollster ist neben dem nördlichen Chorpfeiler platziert. Er erhebt sich in viereckiger Form frei über einem vertikal gegliederten Sockel. Darauf ruht ein Tabernakelschrank mit allseitiger Kielbogenbekrönung. Aus den vier begleitenden Eckstreben entwickelt sich schließlich ein mehrfach gestufter eleganter Baldachinturm.

Hinter dem Schrankgitter leuchtet als kostbares Heiltum der Kirche das Heilige Kreuz auf. Ihm sind mehrere Votivgaben hinterlegt. Der Volksglaube verbindet die Verehrung eines Kreuzes in Freckenhorst bereits mit der ersten Äbtissin des Klosters. Für das 11. Jahrhundert ist die Verehrung belegt. In Verbindung mit Wallfahrten wird 1312 eine Kreuzreliquie ausdrücklich erwähnt, und 1350 kommt es zur Gründung einer Heilig-Kreuz-Bruderschaft. Die zunächst reformatorische Gesinnung des Konventes führt zum Verlust der Reliquie, aber mit der Wiederbeschaffung einer Kreuzreliquie aus Rom im Jahre 1743 gewinnt das Fest Kreuzauffindung am Sonntag nach dem 3. Mai als „Krüßingfest“ mit Prozession und feierlichen Gottesdiensten seine bis heute fortdauernde  zentrale Bedeutung im örtlichen Ablauf des Kirchenjahres.

Die Reliquie ist in einem Bergkristall geborgen. Dieses bildet die ovale Mitte eines mit silbernem  Gitterwerkschmuck gezierten Volutensockels. Dieser trägt ein silberummanteltes Steinkreuz mit Edelsteinimitationen, ein Werk des Warendorfer Meisters Joseph Hartmann.

The Gothic tabernacle tower and the relics of the Holy Cross

One of the three tabernacle towers from around 1500 constitutes one of the most valuable gothic items in the church. It is a rectangular cabinet with a keel arch on all four sides, culminating in a canopy tower.

Lit up behind the cabinet door is the most valuable relic in the church, part of the Holy Cross, together with votive offerings. The veneration of the Cross in Freckenhorst is believed to date from the time of the first abbess of the convent, and it is alluded to in the archives of the 11th century. A relic of the Cross is specifically mentioned in connection with a pilgrimage in 1312, and in 1350 the Holy Cross Brotherhood was founded. With the Reformation and its influence on the convent, came the loss of the relic, and then, with the replacement from Rome in 1743, the foundations were laid for the Festival of the Discovery of the Cross, which is still celebrated on the Sunday after May 3rd as „“Krüssingfest“ with a procession and a church service.

The relic is encapsulated in an oval rock crystal in the middle of a volute base decorated with silver trellis work. Standing on it is a stone cross encased in silver decorated with imitation precious stones, a creation of the Warendorf artist Joseph Hartmann.

  Stiftshof 2, 48231 Warendorf

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